Übersicht Wirk- und Resistenzmechanismen

Wirkmechanismen

Untenstehendes Schema gibt einen Überblick über die Angriffspunkte verschiedener Antibiotika. 

Literatur

1.            Le T, Bhushan V, Sochat M. First Aid for the USMLE Step 1. New York: McGraw-Hill Education; 2016.
2.            Graefe KH, Lutz W, Bönisch H. Pharmakologie und Toxikologie. Stuttgart: Georg Thieme Verlag KG; 2011.
3.            Aktories K, Förstermann U, Hofmann F, Starke K. Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie. 11 ed. München: Elsevier GmbH; 2013.

Resistenzmechanismen

Für die Entwicklung von Resistenzen gibt es unterschiedliche Möglichkeiten:

Antibiotika können durch bakterielle Enzyme inaktiviert werden. Sind solche Enzyme konstitutiv exprimiert, ist es eine primäre Resistenz, bei Induktion durch Exposition gegenüber Antibiotika eine sekundäre Resistenz.

Weiter kann eine Resistenz durch Veränderung der Zielstruktur entstehen, die das Antibiotikum angreift. Dies kann durch Mutation im Gen der Zielstruktur selbst geschehen (z.B. Veränderung der DNA-Gyrase bei Resistenzen gegenüber Fluorchinolonen), es kann eine alternative Zielstruktur gebildet werden (z.B. Bildung von Penicillin Binding Protein 2a bei MRSA), oder ein Enzym, das die ursprüngliche Zielstruktur enzymatisch modifiziert (z.B. Bildung von rRNA-Methylasen bei Makrolid-Resistenz).

Schliesslich können Antibiotika durch Modifikation oder Bildung neuer Efflux-Pumpen aus der Zelle entfernt werden (1, 2).  


Literatur
1.            Graefe KH, Lutz W, Bönisch H. Pharmakologie und Toxikologie. Stuttgart: Georg Thieme Verlag KG; 2011.
2.            Le T, Bhushan V, Sochat M. First Aid for the USMLE Step 1. New York: McGraw-Hill Education; 2016.